3. Platz Innovativste Projekte der angewandten Forschung

Solaroptimierte Photovoltaik in Carbonbetonfassaden

Die Europäische Union fordert ab 2018 eine Umstellung auf near Zero Emission Buildings (nZEB), also Gebäude mit annähernd null Emissionen. Hier spielt die Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) eine entscheidende Rolle. Jedoch sind typische Solarfassaden bislang möglichst großformatig. Das schränkt die gestalterische Vielfalt sehr ein und Photovoltaik-Komponenten können nicht für den optimalen Ertrag ausgerichtet werden.

Der Werkstoff Carbonbeton hat herausragende mechanische Eigenschaften und ermöglicht eine dreidimensionale Formgebung der Fassadenflächen. Die Bewerber haben ihn für die Bauwerkintegrierte Photovoltaik nutzbar gemacht. Die Photovoltaik-Komponenten können nun zur Sonne ausgerichtet werden und der solare Ertrag wird optimiert. Möglich macht dies so genanntes algorithmusbasiertes Entwerfen (Algorithm Aided Design): Bereits im Entwurfsprozess werden das Zieldesign und standortspezifische
Parameter aneinander angepasst. Dafür wurden Silizium-PV-Kleinstmodule entwickelt. Aufgrund ihrer Kompaktheit sind sie viel flexibler in Fassadengestaltungen einsetzbar. Das bedeutet ein breiteres und ästhetischeres Anwendungsspektrum für die BIPV. Das Projekt soll voraussichtlich in Sachsen-Anhalt umgesetzt werden. Das Bundesland ist deutschlandweit Spitzenreiter hinsichtlich der Investitionen in Solarenergie.

Bewerber & Institutionen

// Prof. Dr. Jens Schneider
// Prof. Frank Hülsmeier
// Adrian Heller
// Marko Butler

// Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP Halle
// Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kunst (HTWK) Leipzig
// Architektur-Institut Leipzig
// Technische Universität Dresden, Institut für Baustoffe

www.csp.fraunhofer.de | www.htwk-leipzig.de | www.ail.htwk-leipzig.de | www. tu-dresden.de