BESTFORM 2019: Jury nominiert elf Projekte

Die Jury des BESTFORM /// MEHR /// WERT /// Award für kreative Ideen hat gestern elf Projekte für die Finalrunde nominiert. Mehr als 70 Beiträge waren für den Landeswettbewerb eingegangen – so viele wie noch nie. Nach einer ersten Wertungsrunde Mitte Mai hat die Jury jetzt in Halle (Saale) die Nominierten für die Awards ermittelt. Die Preisträger werden am 24. Juni in Magdeburg bekanntgegeben und gewürdigt.

„Der Wettbewerb hat gezeigt, dass ganz viel Kreativität in Sachsen-Anhalt steckt“, sagte Hartmut Augustin, Chefredakteur der „Mitteldeutschen Zeitung“, gestern nach der zweiten Juryrunde im Verlagshaus in Halle (Saale). Er betonte: „In diesem Jahr gab es eine Rekordbeteiligung an eingereichten Beiträgen, die Lösungen für die großen und kleinen Probleme der Menschen in Sachsen-Anhalt aufzeigen. Wichtige Themen waren Mobilität, die alternde Gesellschaft und kreative Visionen.“

Der BESTFORM /// MEHR /// WERT /// Award wurde in der aktuellen Runde noch weiter für sachsen-anhaltische Kreative geöffnet. Im Mittelpunkt standen nicht mehr nur Netzwerke aus Kreativen und ihren Wirtschaftspartnern, sondern auch die kreative Leistung, die Innovationen hervorbringt und das Potenzial für den Eintritt in den nationalen und internationalen Markt. Damit nimmt der zweijährliche Landeswettbewerb unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung den Trend auf, dass Kreative immer häufiger interdisziplinär arbeiten.

Das sind die Finalisten und ihre Projekte in alphabetischer Ordnung des Projektnamens:

  • Baker‘s Butchery“ – von industriellem Altbrot zum Mehlwurm-Protein, Lukas Keller, Halle (Saale)
     
  • „Collection GROW“ – Kultivierung von Luftalgen auf Textilien, Larissa Siemon Design, Larissa Siemon, Halle (Saale)
     
  • „Common Sands“ – Nutzung von Glas-Abfall für die Herstellung einer Glasserie, „Studio Plastique“, Theresa Bastek, Arnstein
     
  • „HANDWORX“ – App für die Terminbuchung mit Handwerkern, Tiedge GmbH, Groß Ammensleben/
    MÜNSMEDIA GmbH, Magdeburg
     
  • „Kybernit“ – adaptive 3D-Druck-Technologie und die Folgen auf die heutige Architektur, Chris Walter, Alexander Kornejewez, Tizian Erlemann, Halle (Saale)
     
  • Onlineplattform „Tacpic“ – taktile Grafiken für blinde und sehbehinderte Menschen, Robert Wlček, Florentin Förschler, Laura Evers, Hochschule Magdeburg-Stendal, Magdeburg
     
  • Porzellan + Elektronik“ – Lampenbaldachin mit integriertem Brandmelder, Hiba Mahmood, Magdeburg
     
  • „Songs of Cultures“ – bilinguale Liederbücher für Kinder mit Augmented Reality App zum Erlernen von interkultu-reller Kompetenz,A.MUSE Nguyen Marczinzik GbR“, Halle (Saale)
  • Sport- und Tanzrollator, Projektteam Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Martin Wiesner, Prof. Dr. Anita Hökelmann, Marcel Partie, Paul Blaschke
     
  • „SWAPTICS“ – neue Tasterfahrungen bei Schaltern, Lotte Schlör, Halle (Saale)
     
  • „Trenux – Der Kofferraum für Dein Fahrrad“, Trenux GmbH, Magdeburg/Martin Wiesner, Björn Kokoschko

Der BESTFORM /// MEHR /// WERT /// Award für kreative Ideen wird in diesem Jahr zum vierten Mal verliehen. Die Erstplatzierung ist mit 10.000 Euro dotiert. Insgesamt werden Preisgelder von bis zu 35.000 Euro vergeben.

Beteiligen konnten sich alle mit einer kreativen Idee, die ihren Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt haben. Die kreative Idee sollte sich in die Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft einordnen lassen, neu sein und einen wirtschaftlichen bzw. gesellschaftlichen Mehrwert schaffen.

Die Preisübergabe und Würdigung erfolgt am 24. Juni 2019 im Magdeburger „Kulturzentrum Moritzhof“.

Zur Jury gehören neben den beiden Chefredakteuren der Mitteldeutschen Zeitung, Hartmut Augustin, und der „Volksstimme“, Alois Kösters: Sigrun Hauswald, Ressortleiterin Kultur und Wissenschaft, MDR SACHSEN-ANHALT, Prof. Dominik Schumacher, Institutsdirektor des Instituts für Industrial Design, Hochschule Magdeburg-Stendal, Prof. Severin Wucher, Dekan/Fachbereich Design Hochschule Anhalt, Martin Dahms, Vorstandsmitglied KWSA – Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt e. V. und „LIQE Design + Markenentwicklung“, Dr. Ulf-Marten Schmieder, Leiter Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH, Prof. Dieter Hofmann, Rektor Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, und Prorektor Prof. Jonas Hansen sowie Dr. Franziska Krüger, Referatsleiterin Digitalisierungsprojekte, Kreativ- und IT-Wirtschaft, Handel, Standortmarketing, Existenzgründung, Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt.

Vor einem Jahr erhielten den ersten Preis beim kreativen Landeswettbewerb der Industriedesigner Martin Deutscher, Inhaber des Unternehmens „MDID – Martin Deutscher Industrial Design“, und das Magdeburger Unternehmen „Inflotec“ für die Entwicklung des  „Waver“ – einer innovativen Aufbereitungsanlage für Trinkwasser. Diese Allianz und die damalige drittplatzierte „LIGNUM GmbH“ aus Magdeburg wurden Anfang des Jahres von der Bundesregierung als Kultur- und Kreativpiloten Deutschland ausgezeichnet.

Mit dem BESTFORM-Award möchte das Land Sachsen-Anhalt auf die Leistungen und das Potenzial der Kreativwirtschaft hierzulande aufmerksam machen.

Informationen unter: www.bestform-sachsen-anhalt.de.

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Pressekontakt: Manuela Bock, Telefon 0391/5 68 99-45, manuela.bock@img-sachsen-anhalt.de


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